Benjamin Antony Monn
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*1978 in München
Im Zentrum des fotografischen Schaffens von Benjamin A. Monn steht seit Beginn seiner Beschäftigung mit dem Medium die Architekturfotografie. Monn setzt sich bewusst über die tradierte Zielsetzung dieser Gattung - die Dokumentation und Identifikation von Bauwerken – hinweg und arbeitet an einer Neudefinition der Architekturfotografie. In einem „working progress“ entwickelt er seit 2002 mehrere Werkgruppen parallel zueinander.
Auszeichnungen:
2011 1st prize 2011 Photography & Illustration Awards / Category - Architecture / Canada
2010 1st prize Fotoforum Award 2010 / Category - Abstract
2010 Nominated International Masters Cup / Category - Abstract & Portrait
2009 Nominated International New York Photo Award 09 / Category - Book Project
2009 Nominated International Color Award 09 / Category - Architecture
2008 12 honorable mentions International Photography Award / California
2008 1st and 2nd prize Prix de la Photographie Paris/ France
2008 6th prize Rodenstock Photo Award International / Germany
2008 Nominated Sony World Photography Award / Cannes
2008 Honored and selected Celeste Art Prize 08 / Berlin-Germany
2008 1st prize Hasselblad Master Award / Category - Architecture
2005 3rd prize Nikon Photo Contest International / Category - Documentary
Ausstellungen:
2010 Solo Exhibition "BAM Photography" at Designraum / Munich
2009 Group Exhibition "Hasselblad Masters 08" at Gallery Contributed / Berlin
2009 Group Exhibition „Uprising Six" at Gallery Candela Project / Munich
2009 Group Exhibition "Hasselblad Masters 08" at Gallery Villa Ruh / Zingst
2008 Group Exhibition "Px3 Award" at Gallery Acte 2 / Paris, France
2008 Group Exhibition "Perfect Form Rodenstock Award" at IHK Artrium / Munich
2007 Solo Exhibition "Fragmente" at Gallery A/K/A / Munich, Germany
2005 Solo Exhibition "Robots" at Serviceplan AD-Agency / Munich, Germany
2005 Group Exhibition "Part One charity exhibition" at Alte Gaertnerei / Munich
2005 Solo Exhibition "A-Symmetrie" at Artroom Felix / Munich, Germany
2004 Group Exhibition "Heimweg Projekt" at Museum Haus der Kunst / Munich
2004 Group Exhibition "Heimweg Projekt" at Gallery Martin Kudlek / Cologne
2004 Group Exhibition "Heimweg Projekt" at Gallery Zink & Gegner / Munich
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Candela
Die Serie CANDELA umfasst Aufnahmen, die fragmentarische Architekturdetails beleuchten und seit dem Jahr 2002 entstehen. Die Arbeiten dieser Reihe wählen jeweils ein bestimmtes Konstruktionsdetail eines einzelnen Bauwerks, verändern den Blickwinkel aber derart, dass ein Rückschluss auf die räumliche Verortung der gezeigten Bauteile kaum noch möglich ist. Die Kompositionen erlangen weitestgehende Autonomie gegenüber dem abgebildeten Gegenstand und ignorieren damit eine zentrale Prämisse der klassischen Architekturfotografie. In Referenz an die konstruktivistische Malerei steht die Herausarbeitung von Farbe und Fläche im Vordergrund. Benjamin Monn geht es bei Candela weniger um ein dokumentarisches Abbild des jeweiligen Gebäudes, sondern um einen Perspektivenwechsel, der Flächengestaltung und konstruktive Form erst richtig zum Ausdruck kommen lässt.
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Endor Project
Benjamin Monns aktuelles Fotoprojekt trägt den Titel „Endor" und ist nach dem gleichnamigen Planeten in Star Wars 2 benannt, dessen Wälder von futuristischen Raumschiffstationen überzogen sind. In Monns Fotoserie, die er in einem Prozess des work-in-progress entwickelt, geht es um reale Funktionsbauten, die ihre unmittelbare Umgebung gleichermaßen kontrastieren. Das Bild des Einpflanzens bekommt hier eine neue, monumentale Dimension: der Mensch setzt ein Gebäude in eine Landschaft, die bisweilen jahrtausendelang nicht bebaut war. Gleich einer exotischen Pflanze in einem hiesigen Garten interagiert das Bauwerk daraufhin mit seiner Umgebung. Dabei kann es durchaus zu einer positiven und spannungsvollen Wechselwirkung zwischen Architektur und Natur kommen. Weitaus häufiger stehen Bauwerk und Landschaft isoliert nebeneinander und ergeben ein völlig dissonantes Bild. Benjamin Monn möchte mit seiner fortlaufenden Serie den Blick auf antike wie moderne Ingenieursbauten in Europa, Asien und Amerika lenken, die mit ihrer abstrakten, monumentalen Architektur ihre Umgebung auf diese Weise dominieren. Die Arbeit Endor2 wurde bereits beim internationalen IPA Award 2010 ausgezeichnet.
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A-Symmetrie
In der Reihe A-SYMMETRIE geht es dem Fotografen um ein präzises Erfassen des einzelnen Bauwerkes. Die Konzentration gilt der reinen architektonischen Form und der Herausarbeitung grafisch-linearer Strukturen und abstrakter Formkriterien. Hell-Dunkel-Kontraste und der Wechsel zwischen Licht und Schatten stehen wie die metallisch glänzenden Oberflächenstrukturen im Fokus seiner Betrachtung. Dadurch, dass Menschen als mögliche Maßstabsträger in den Aufnahmen stets absent sind, werden die Bauwerke aus ihrem Funktionalitätsgefüge heraus gelöst. Die Architektur wird in Benjamin Monns Fotografien in einer raum-, zeit- und funktionslosen Ästhetik präsentiert. Die Bauform steht nur für sich selbst.
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Fragmente
Der Ansatz einer nichtreferentiellen Bildgestaltung setzt sich in Monns dritter Werkgruppe fort: die seit 2004 entstehende Serie der FRAGMENTE basiert auf einer Neumontage architektonischer Formdetails und Raumausschnitte am PC. Das digital entstandene Bild wird anschließend auf Fotopapier ausbelichtet. Für die Flächenkonstruktionen der schwarz-weißen Montagen werden Architekturfragmente einfach oder mehrfach gespiegelt. Durch die symmetrische Spiegelung und Wiederholung der Formen entstehen geometrisch-ornamentale Muster, die nicht mehr der Wiedergabe einer realistischen Raumsituation, sondern der Strukturierung der Bildfläche verschrieben sind. Die Fragmentmontagen simulieren somit keine realen Raumsituationen, sondern erschaffen neue, futuristisch anmutende, imaginäre Räume. Für CASSIDA montierte der Fotograf erstmals zwei verschiedene Baukörper: Teile aus dem Paul Klee-Museum in Bern von Renzo Piano und Architekturfragmente von Tadao Andos Vitra Design Museum in Weil am Rhein. Die Zusammensetzung der nicht skalierten Fragmente kam durch monatelanges Experimentieren, das einem Puzzlespiel gleicht, zustande. Am Ende bildete sich die figurative Struktur einer Maske bzw. Roboters heraus.
