Chad CoombsMehr lesen...

Chad Coombs

*1982 in Saskatoon, Canada 2008 

Chad Coombs wurde 1982 in Saskatoon, Kanada geboren. Seine frühe Beschäftigung mit der Malerei war von Umerziehungsversuchen des eigentlichen Linkshänders und einer nur ungenügend korrigierten Fehlsichtigkeit beeinträchtigt. Der Fotoapparat ermöglichte dem nur einseitig sehenden Jugendlichen schließlich, seine Sehbehinderung zu akzeptieren und positiv umzusetzen. Mit seinen Werken möchte Coombs in der Tradition Richard Avedons aufrütteln und verstören und den Betrachter so zum Fühlen und Denken anregen. Zentrale Motive sind die Probleme der globalisierten Welt, die er teils sehr subtil wie in der Serie Future Wildlife Portrait, teils mit radikaler Brutalität wie in der Serie Photoganda festhält. Zu seinen größten Erfolgen zählt 2008 die Einladung des David LaChapelle Studios nach New York und die zweiwöchige Arbeit mit dem Team des Fotografen.

 

    • Ohne Titel
    • Ohne Titel
    • Ohne Titel
    • Ohne Titel
    • Ohne Titel
    • Ohne Titel
    • Ohne Titel
    • Ohne Titel
    • Ohne Titel
    • Ohne Titel
    • Ohne Titel
    • Ohne Titel
    • Ohne Titel
    • Ohne Titel
    • Ohne Titel
    • Ohne Titel
    • Ohne Titel
    • Ohne Titel
    • Ohne Titel
    • Ohne Titel
    • Ohne Titel
    • Ohne Titel
    • Ohne Titel
     

    Polaroid

    In seiner aktuellen Polaroidserie entwirft der kanadische Fotograf Chad Coombs (geb. 1982) Fotocollagen, die die analoge Sofortbildfotografie mit den Möglichkeiten digitaler Bildbearbeitung kombinieren. Als Grundlage dient Coombs Bildmaterial, das er zum Teil selbst aufnimmt oder im Internet und Magazinen findet. Nach der Collagierung werden die Bilder mit einer Polaroidkamera abfotografiert. Die dann analogen Fotografien bearbeitet der Künstler abschließend mit Griffel oder Pinsel. Die Übermalungen und Kratzungen erscheinen auf den meist dunklen Hintergründen der Polaroids in einer weißen Ornamentik – und erinnern darin an den internationalen Jugendstil um 1900. Coombs Bearbeitungstechnik bezieht sich überdies auf eine weitere Stilentwicklung der Jahrhundertwende: Greifen seine Manipulationen doch die Herangehensweise der damaligen Kunstfotografen auf, die mit mechanischen und chemischen Verfahren Negative und Positive überarbeiteten. Ihr vorrangiges Ziel war es, graphischen und malerischen Bildern möglichst nahe zu kommen. Bei Coombs führen die Kratzungen und Übermalungen allerdings nicht zu einer gemeinhin als schön empfundenen, piktorialen Gesamtästhetik. Seine Methode akzentuiert stattdessen einzelne neuralgische Gesichtspartien: meist sind es der Mund oder die Augen, die Coombs in seinen Frauen-Polaroids lasziv-erotisch auflädt. Die Manipulationen verfremden die Gesichter und verzerren sie teilweise bis zur Unkenntlichkeit. Coombs überschreibt die Polaroids bisweilen zudem mit umgedichteten Songtexten: das bekannte Lied „Sweet dreams are made of these“ setzt sich bei ihm beispielsweise in der markigen Zeile „all yours are full of desease, lies and untruth“ fort. Die surrealistische Handschrift dieser Liedverfremdungen ergänzt und unterstreicht in einer Wechselwirkung die Aussage der verzerrten Bildmotive. In einem Spektrum, das von überhöhter Makellosigkeit bis hin zu entstellender Deformierung reicht, kontrastiert der Künstler Chad Coombs die Illusion vollendeter Schönheit mit der verformten Fratze – und löst diesen Gegensatz letztlich  in einer verwirrenden, traumhaft anmutendenÄsthetik auf.

     

    Presseartikel

    FOTOHITS April 2011

    MONOPOL März 2011

    Kulturvollzug März 2011

    Cover auf der Jungen Kunst März 2011

    HALLO Februar 2011

    • Man's Tools
    • Smoke a lution
    • Pigmart
    • Gorilla Airfare
    • McWorld
    • Water for sale
    • Brother Bear watching
    • Rammed full
    • Bag Run
    • Oil Way Drive
     

    Future Wildlife

    Die Serie "Photoganda" handelt von Tierportraits, die unter der Vorstellung möglicher zukünftiger Bilder der National Geographic aufgenommen wurden. Eine konzeptionelle Serie einer denkbaren zukünftigen Lebensweise, wenn die Welt den Weg beschreitet, den sie bereits angetreten hat. Man könnte zwei Aspekte dieser Serie diskutieren. Auf der einen Seite: die menschliche Rasse stirbt aus und die Tierwelt erobert die Erde, wie sie es tat bevor jemals ein Mensch einen Fuß auf die Erde setzte. Die Tiere übernehmen die Straßen, Märkte, Gewerbegebiete ect. und leben in den einst von den Menschen bewohnten Gegenden. Auf der anderen Seite: Die stetige Ausdehnung der Gesellschaft übernimmt auch die von der Tierwelt beanspruchten Gebiete und zwingt Mensch und Tier nebeneinander zu leben und sich als Einheit weiterzuentwickeln. Von der Verpflegung bis zu den Lebensräumen muss alles geregelt werden. Nebeneinander herlaufen, wie wir es mit Katzen und Hunden in den meisten Ländern der Welt handhaben. Zeiten, in denen ein Wildtier- Fotograf nicht mal sein Wohngebiet verlassen muss um Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu fotografieren.

    • Boxed Goods
    • Starving Carnival
    • Warpet
    • untitled
    • Untitled
    • Girls-Women
    • Hunged Street
    • KKK Street
    • War Crimes
    • Behead Street
     

    Photoganda

    Inspiriert durch ein Zitat im Film „Seven“

    Only in a world this shitty could you see a deadly sin on every street corner, in every home and tolerate it..." "We tolerate it because it's common, it's trivial. We tolerate it morning, noon and night. Well, not anymore...."

    In einer Welt, in der unsere Gesellschaft durch Internet, Fernsehen und täglich neuen Filmen abgestumpft ist. In der jeden Tag menschliche Katastrophen für die gesamte Welt sichtbar gemacht werden, mit denen umgegangen wird, als würde es sich hierbei um die neueste Gaumenfreude von McDonalds handeln. Wir laufen an diesen Geschehnissen vorbei, so einfach, wie wir an jemandem vorbeilaufen, der auf einer Treppe sitzt und einen Big Mac isst. Wir sprechen darüber nicht mehr als wir über unser extra großes Abendessen dieses Tages sprechen. Die Großstadtlegenden und Serienkiller der Vergangenheit gelten nichts mehr in der heutigen Kultur. Von sogenannten Pennerkämpfen über Mädchen die aufgrund der Hinrichtung von Sadam Husein durchdrehen bis zum Verprügeln eines unschuldigen Zivilisten durch den örtlichen Polizeibeamten: Wir laufen direkt vorbei,als würde nichts passieren oder wäre nichts passiert. Unsere Todsünden haben sich zu nichts anderem entwickelt als dem Pendant zu einem extragroßen McDonalds Menü. Jeder hat es gesehen und jeder hatte seinen Teil des Menüs, obgleich wir genau wissen, wie schlecht es für uns ist. Wenn sich die einbegriffenen Begebenheiten der Vergangheit heute zutragen würden, wie unterschiedlich würden sie aussehen und wie weit würde sich die Berichterstattung verbreiten? Würde es irgendjemanden auffallen? Würde es irgendjemanden kümmern? Gäbe es einen Unterschied zu den Beispielen, die ich vorgelegt habe? Ich glaube schon.

     

    Chad Coombs 2011

    • smile1
    • smile6
    • smile11
    • smile4
    • smile3
    • smile7
    • smile10
     
    • Ohne Titel | 2009
    • Ohne Titel | 2009
    • Ohne Titel | 2009
    • Ohne Titel | 2008
    • Ohne Titel | 2009
    • Ohne Titel | 2009
    • Ohne Titel | 2009
    • Ohne Titel | 2009
    • Ohne Titel | 2009
    • Ohne Titel | 2009
    • Ohne Titel | 2008
    • Ohne Titel | 2009
    • Ohne Titel | 2009
    • Ohne Titel | 2009
    • Ohne Titel | 2009
    • Ohne Titel | 2009
    • Ohne Titel | 2008
     

    Peeled | 99 Edition

    "Most people dont realize a few things about these polaroids. One that they are infact nothing more then just that, a polaroid. Two it is ALL done by hand, every little aspect of it. Three I am the only on in the world who does this with time zero film apparently. ..." Mehr dazu hier.