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Chad Coombs

*1982 in Saskatoon, Canada 2008 

Chad Coombs wurde 1982 in Saskatoon, Kanada geboren. Seine frühe Beschäftigung mit der Malerei war von Umerziehungsversuchen des eigentlichen Linkshänders und einer nur ungenügend korrigierten Fehlsichtigkeit beeinträchtigt. Der Fotoapparat ermöglichte dem nur einseitig sehenden Jugendlichen schließlich, seine Sehbehinderung zu akzeptieren und positiv umzusetzen. Mit seinen Werken möchte Coombs in der Tradition Richard Avedons aufrütteln und verstören und den Betrachter so zum Fühlen und Denken anregen. Zentrale Motive sind die Probleme der globalisierten Welt, die er teils sehr subtil wie in der Serie Future Wildlife Portrait, teils mit radikaler Brutalität wie in der Serie Photoganda festhält. Zu seinen größten Erfolgen zählt 2008 die Einladung des David LaChapelle Studios nach New York und die zweiwöchige Arbeit mit dem Team des Fotografen.

 

War Crimes
  • Boxed Goods
  • Starving Carnival
  • Warpet
  • untitled
  • Untitled
  • Girls-Women
  • Hunged Street
  • KKK Street
  • War Crimes
  • Behead Street

Photoganda

Inspiriert durch ein Zitat im Film „Seven“

Only in a world this shitty could you see a deadly sin on every street corner, in every home and tolerate it..." "We tolerate it because it's common, it's trivial. We tolerate it morning, noon and night. Well, not anymore...."

In einer Welt, in der unsere Gesellschaft durch Internet, Fernsehen und täglich neuen Filmen abgestumpft ist. In der jeden Tag menschliche Katastrophen für die gesamte Welt sichtbar gemacht werden, mit denen umgegangen wird, als würde es sich hierbei um die neueste Gaumenfreude von McDonalds handeln. Wir laufen an diesen Geschehnissen vorbei, so einfach, wie wir an jemandem vorbeilaufen, der auf einer Treppe sitzt und einen Big Mac isst. Wir sprechen darüber nicht mehr als wir über unser extra großes Abendessen dieses Tages sprechen. Die Großstadtlegenden und Serienkiller der Vergangenheit gelten nichts mehr in der heutigen Kultur. Von sogenannten Pennerkämpfen über Mädchen die aufgrund der Hinrichtung von Sadam Husein durchdrehen bis zum Verprügeln eines unschuldigen Zivilisten durch den örtlichen Polizeibeamten: Wir laufen direkt vorbei,als würde nichts passieren oder wäre nichts passiert. Unsere Todsünden haben sich zu nichts anderem entwickelt als dem Pendant zu einem extragroßen McDonalds Menü. Jeder hat es gesehen und jeder hatte seinen Teil des Menüs, obgleich wir genau wissen, wie schlecht es für uns ist. Wenn sich die einbegriffenen Begebenheiten der Vergangheit heute zutragen würden, wie unterschiedlich würden sie aussehen und wie weit würde sich die Berichterstattung verbreiten? Würde es irgendjemanden auffallen? Würde es irgendjemanden kümmern? Gäbe es einen Unterschied zu den Beispielen, die ich vorgelegt habe? Ich glaube schon.

 

Chad Coombs 2011

Photoganda

Titel: War Crimes

Jahr: 2010

Print: C-Print inklusive 2,5 cm Weißrand umlaufend

Rahmung: GLASKASCHIERUNG AUF ALUMINIUM IN WEISSER MUSEUMSBOX GERAHMT

Art-Nr.: ID-CHC-Ph-11

  • 35 x 50 cmEdition limitiert auf: 10 + 2 AP

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