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Irek Kielczyk

* 1967 in Warschau, Polen

1990 nach Südafrika ausgewandert, kam Irek Kielczyk in einem autodidaktischen Studium zur Fotografie. In Kapstadt arbeitete er alsbald als Assistent für Bruce Weber. Mitte der 1990er Jahre kehrte er nach Polen zurück wo er fortan für diverse Modezeitschriften fotografierte. Mit der Umstellung auf die digitale Fotografie veränderten sich Arbeitsweise und Motivwahl Kielczyks. Mode- und Portraitfotografie wurden vom Interesse an einer neuen, abstrakteren Bildsprache abgelöst. Form und Farbe stehen seitdem im Fokus Kielczyks. Wie viele Fotografen, die in den 1990er Jahren Jugend- und Modekultur darstellten, versuchen Kielzcyk, Wolfgang Tillmanns u.a. heute ein vom Gegenstand gelöstes Bildverständnis zu vermitteln. Durch übermäßig langes Belichten, Verwackeln und Bewegen der Kamera während der Belichtung verändern sich Objekte und Figuren: so mutieren die Bäume in Kielczyks Waldaufnahmen zu vertikalen Halmen, aus einem angestrahlten Milchglasfenster werden rote, wehende Haare und aus tanzenden Frauen farbige Lichtwirbel. Es geht um eine Entmaterialisierung und Abstraktion von Gestalten und Landschaften mit Hilfe der Kamera, die der Mensch mit bloßem Auge nicht wahrnehmen kann.

 

 

Lady Midday 7
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Lady Midday

Irek Kielczyk wählt Naturlandschaften und tanzende Frauen als Ausgangsmotive seiner abstrahierenden Farb- und Schwarzweißaufnahmen, die sich vom Gegenstand weitestgehend lösen. Fotografierte Ausdruckstänze transportieren dabei eine geheimnisvolle Stimmung und wecken Assoziationen mit Ritual- und Hexentänzen.

Seit je her steht in der Fotografie für derartige Prozesse die Unschärfe als Hilfsmittel zur Verfügung. In enger Beziehung mit dem Symbolismus in der Malerei versuchten bereits die piktorialistischen Fotografen Ende des 19. Jahrhunderts durch weich gezeichnete, unscharfe Aufnahmen dem bis dato neutralen und allzu naturalistischen Medium eine neue Stimmungsebene zu geben. Okkultismus und die Vorstellung von Aura flossen in die neue Sichtweise ein. Die im Bild eingesetzte Unschärfe entwickelte sich in einer Zeit der rasanten Industrialisierung und einer bildmäßig zunehmend übersättigten Welt zu einer Art spirituellen Fluchtraum vor der Wirklichkeit. Die Unschärfe wurde in der bildenden Kunst mit der Absicht eingesetzt, sich von gängigen Bildkonventionen zu lösen und sich auf die reine Wahrnehmung zu konzentrieren. Für Maler wie auch Fotografen bildeten motivisch Landschaft und Natur den Einstieg in die Unschärfe.

Lady Midday

Titel: Lady Midday 7

Jahr: 2009

Print: Lightjet Monochrome Print

Rahmung: GLASKASCHIERUNG AUF ALUMINIUM IN WEISSER MUSEUMSBOX GERAHMT

Art-Nr.: ID-IKI-La-07

  • 35 x 50 cmEdition limitiert auf: 5 + 2 AP

  • 70 x 100 cmEdition limitiert auf: 5 + 2 AP

  • 100 x 142 cmEdition limitiert auf: 3 + 1 AP

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